Die Satyrn
Vorwort
Satyrn besiedeln die griechische Mythologie genauso wie die Nymphen. Der Hirtengott Pan ist ein Satyr, der mit seinem urplötzlichen Auftauchen so manchem Hirten ein "panischen" Schrecken einjagte. Tatsächlich sind die Satyrn ein recht übermütiges und lustiges Volk von feierwütigen Gesellen.
Zur Schreibweise: Die Einzahl heißt (der) Satyr, die Mehrzahl lautet (die) Satyrn. Wie die weibliche Form aussieht habe ich noch nicht in Erfahrung gebracht, da werden wir uns was ausdenken müssen ;)
Die Satyrn
Die Satyrn gehören zu den Alten Völkern. Ihre Heimat ist das freie Grasland und der lichte Wald und sie lieben es, dort üppige Feste zu feiern, bei denen meistens reichlich Wein fließt.
Sie leben vereinzelt in Aglaia und teilweise auch in Asdis, wo sie manchmal sogar gesellig mit Zwergen beisammen leben.
Durch ihre Virtuosität auf Flöte und Geige, sowie aufgrund ihre Heiterkeit sind sie gern gesehene Gäste auf Festen und Märkten, wo sie mit ihrer offenen Art und ihren Übermut stets für gute Laune sorgen.
Auch die Satyrn haben eine stille, teils recht melancholische Seite, die sie immer dann einholt, wenn der Rausch des Weines nachgelassen hat.
Nach oben
Religion
Die Satyrn glauben an den Gott Bacchus, den Gott der Freude und des Weines. Sie glauben, dass alle Kraft und der Geist in jedem Wesen von ihm kommt.
Satyrn sind leidenschaftliche Vegetarier, denn Fleisch bekommt ihren Mägen nicht gut, zumal sie meist moralische Probleme damit haben... schließlich sind sie zur Hälfte selbst "Tiere".
Nach oben
Erscheinung und Auftreten
Satyrn haben den Oberkörper eines Menschen, während sie auf Bocksbeinen gehen. Daher kommt auch ihre Antipathie gegenüber gepflasterten Straßen - es nutzt ihre Hufe zu stark ab.
Sie tragen meist nur recht spärliche Kleidung, da ihr Fell ausreicht, die weiblichen Satyrn tragen bauchfreie, gewickelte Oberteile. Zu Feierlichkeiten tragen sie mit Stickereien verzierte Überwürfe aus hellen Stoffen.
Die Männer unter ihnen tragen meist lange, zu Zöpfchen geflochtene Bärte und langes Haar, während die Frauen auf sorgsam arrangierte Zopffrisuren bestehen.
Manche, ausschließlich männliche Satyrn haben sogar kurze, gebogene Hörner, die auf ihrem Kopf thronen. Bei solchen Satyrn kann man davon ausgehen, dass sie entweder schon sehr alt sind, oder einer adeligen Familie abstammen.
Außerdem schinden gut gepflegte und glänzende Hörner einen sehr guten Eindruck bei weiblichen Satyrn.
Ihr Körper ist durchtrainiert und ihre Arme kräftig, mit fein ausgeprägten Muskeln.
Nach oben
Begabungen und Kunst
Die Satyrn verstehen sich gut auf das Keltern und bestimmt genauso gut auf das Trinken. Sie sind sehr musikalisch und humorvoll und öffnen so leicht die Herzen gutgläubiger Menschen. Außerdem können sie aufgrund ihrer Hufe recht schnell laufen und klettern ebenso geschickt wir Bergziegen.
Die größte Gabejedoch, die sie besitzen, ist ihr Charakter.
Nach oben
Charakter
Satyrn sind fast immer gut gelaunt und auf Späße angelegt. Sie sind Schlitzohren, die gerne necken und noch viel lieber Menschen austricksen und mit frechen Sprüchen landen. Ist ein Satyr jedoch einmal gereizt sollte man ihm besser aus dem Weg gehen, seine Hufe und Hörner sind todbringend.
Satyrn sind genusssüchtig und sehr trinkfest, es gab schon Zwerge, die schneller umfielen als ein Satyr.
Sie sind sehr wortgewandt und sprechen weder in der formellen Ansprache, noch nehmen sie ein Blatt vor den Mund, wenn sie empört über etwas sind.
Ihre Schwäche sowie Stärke liegt in ihrer Melancholie. Sie sind stets an der Grenze zwischen der Heiterkeit und der darauffolgenden tiefen Trauer. Doch gerade diese Melancholie spornt sie erneut an und inspiriert sie zu neuen Liedern und Gedichten.
Viele Satyrn leiden unter Klaustrophobie - Platzangst. Dies betrifft aber nur feste Behausungen, nicht Menschenmassen, so wird man keinen Satyr antreffen, der bei vollem Bewusstsein freiwillig in einem Haus übernachtet.
Nach oben
Tipps zum Spielen von Satyrn
Die Satyrn nehmen kein Blatt vor den Mund und machen Leute auf Dinge aufmerksam, die ihnen vielleicht unangenehm sind. Ihnen macht es Spaß andere etwas auf die Schippe zu nehmen. Das sollte beim Spielen eines Satyrs nicht zu kurz kommen.
Außerdem sollte man darauf achten, dass der Satyr nicht zu menschlich wirkt, als wären es nur die Bocksbeine, die sie voneinander unterscheiden.
Passend für euren Satyr sind griechische Namen. Dazu schnappt euch doch einfach ein Vornamensbuch oder ein Online-Wörterbuch ins Griechische und sucht ;) Z.B.: Aus den greichischen Sagen Aiolos (Der Gott der Winde), Aithira (Theseus' Mutter), Akastos (König Pelias' Sohn, Iasos' Feind), Althaia (Oineus' Gattin und Mutter des Meleagros), Asopos (Flussgott), Boreas (Vater des Zetes), Kinyra (Vater der von Hera in Tempfelstufen verwandelten Frau), Myrtilos (Hermes' Sohn, der seinen Herren um den Sieg im Wettkampf betrog) und so weiter, die Liste ist endlos ;)
Nach oben
>Zur Übersicht<