Die Dhuran
Vielen Dank für diesen Beitrag, Syra!
Herkunft
Da die Dhuran eine Gruppe von Elfen sind, die sich einst vom "Urvolk" der Elfen getrennt haben, zählen sie zu den ältesten der Elfenvölker.
Obwohl sie stolz auf ihre reinblütige Abstammung sind und diese auch in ihren Kreisen hoch geschätzt wird, respektieren die Dhuran andere Rassen ebenso wie ihr eigenes Volk. Es sei denn, diese verhalten sich dementsprechend feindlich ihnen gegenüber.
Auch "Mischlinge" mit anderen Elfenvölkern oder selten sogar Menschen werden geduldet. Jedoch muss relativ früh beschlossen werden, wo und wie das Kind aufwachsen soll, da es bei den Dhuran üblich ist, schon im Kindesalter mit einer (Art) Grundausbildung für ihr späteres Leben im Clan zu beginnen. Soll der Nachwuchs nur die ersten Jahre bei ihnen und später bei dem entsprechenden anderen Volk aufwachsen, so wird auf diese Maßnahme verzichtet.
Von Unwissenden werden sie zum Teil auch, aufgrund ihres Auftretens, Schatten- oder Schwarzelfen genannt und fälschlicherweise auch mit einigen Dunkelelfen verwechselt.
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Erscheinung
Die häufig verwendeten Farben dieser Elfen sind meist dunkel und unauffällig gehalten, was auf ihre Vergangenheit zurückzuführen ist. Da sie sich nicht an eine spezielle Umgebung angepasst haben, wie beispielsweise die Waldelfen an den Wald, kommen sie so gut wie überall zurecht.
Obwohl sie auf diese Weise in solchen, für andere Rassen unbewohnbaren, Gegenden leben konnten, mussten sie auch anderes Terrain aufsuchen. Das wiederum hatte zur Folge, dass sich die Dhuran oftmals ein Gebiet erkämpfen mussten. Es wurden zahlreiche Schlachten geschlagen und viele Verluste mussten hingenommen werden.
Diese Farben dienen also als Gedenken an diese dunklen Zeiten ihres Volkes und zur Anerkennung derer, die dabei ihr Leben gelassen hatten um ihren Mitstreitern ein besseres zu ermöglichen.
Obwohl sie sich von den anderen Elfen abgesondert haben, haben sie sich äußerlich kaum verändert. Normale Frauen und Kinder sehen aus wie gewöhnliche andere Elfen, nur die speziell ausgebildeten Krieger haben einen kräftigeren Körperbau, aber dennoch die unverkennbare Gestalt eines Elfen.
Die wohl auffälligste Veränderung an ihrem Äußeren sind Haut-, Haar- sowie Augenfarbe. Ihre Haut ist aschfahl, bei älteren Generationen kann sie sich sogar bis ins Graue abzeichnen. Die Färbung ihrer glatten Haare wirkt meist stumpf und glanzlos, leblos, wenn man es so nennen möchte, was auf die schweren und mageren Zeiten ihrer Vorfahren zurückzuführen ist. Die Mehrheit von ihnen hat schwarzes Haar, hin und wieder kommt jedoch auch braunes vor. Auch bei der Augenfarbe verhält es sich ähnlich. Dunkle Färbungen wie schwarz, dunkelbraun oder aber auch tiefblau überwiegen. Zuweilen kommen auch dunkelgrün oder gar dunkelrot vor. Nur sehr selten haben die Augen eine hellere und klare Färbung.
Ihre Kleidung besteht größtenteils aus Leder, doch die Frauen tragen durchaus auch Gewänder aus einer selbstgefertigten Art von Stoff, aus dem auch die manchmal getragenen Umhänge bestehen, ebenso die Kleider der Kinder.
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Begabungen
Durch das hohe Alter ihres Volkes haben die Dhuran das nötige Wissen gesammelt, um die Angebote der Natur zu nutzen. So können sie Materialien mischen, um daraus neue Rohstoffe zu gewinnen, und damit z.B. besondere Rüstungen und Waffen zu schmieden.
Handwerklich, insbesondere was das Schmieden von Kampfutensilien betrifft, sind sie sehr geschickt und setzen diese Fähigkeit vielseitig ein, ob es nun ihr Dorfleben oder den Kampf betrifft.
Daher verstehen sich vor allem die Krieger dieses Volkes bestens darauf, mit Nahkampfwaffen umzugehen, bevorzugt mit dem Schwert. Da die Waffen und Rüstungen einzeln in mühsamer Handarbeit von den Schmieden gefertigt werden, sind sie in der Lage, es individuell auf den jeweiligen Besitzer oder Träger abzustimmen. Da jedes Werkstück an eine bestimmte Person angepasst und somit eine Maßanfertigung ist, werden sie unter normalen Umständen auch nur von dieser einen Person genutzt. Keines der geschmiedeten Stücke gleicht einem anderen, da jedes individuell gestaltet wird, sogar nach speziellen Wünschen des Auftraggebers.
Dieses Können ist oftmals auch bei anderen Völkern sehr geschätzt, doch nur selten erklären sich die Dhuran dazu bereit, ihre Werke zu verkaufen, und wenn, dann nur zu einem angemessenen, also relativ hohen Preis, welcher der investierten Arbeit gerecht wird.
Über die Jahre der Entwicklung und der gemachten Erfahrungen hinweg bevorzugten die Schwarzelfen schon immer den Nahkampf, vereinzelt werden aber dennoch Fernkämpfer ausgebildet, um die Reihen ihrer Krieger zu vervollständigen, falls sie gebraucht werden. Der für Elfen sonst eigentlich übliche Pfeil und Bogen wurde damit fast völlig von Schwertern und anderen Klingen verdrängt.
Von der Magie haben sie sich beinahe völlig abgewandt, es gibt nur wenige unter ihnen, die sich damit befassen und sich darauf verstehen, sie einzusetzen.
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Charakter
Auf Fremde macht beinahe jeder erwachsene Dhuran einen undurchschaubaren, zwielichtigen bis feindseligen Eindruck, weshalb sie oft gemieden werden. Auch ihre oberflächliche, kühle und neutrale Verhaltensart wird oft missverstanden. Diese beiden Aspekte tragen mitunter zu ihrem nicht allzu guten Ruf bei. Die Tatsache, dass das Volk der Dhuran sich neutrale, meist abgelegene Gebiete zum ansiedeln sucht, verstärkt dies noch zusätzlich.
Obwohl auch den Dhuran ein gewisser Stolz auf ihr Volk innewohnt, wirken sie nicht arrogant, da sie andere Völker respektieren, tolerieren und nur selten offene Ablehnung zeigen.
Wahre Freunde außerhalb des eigenen Clans haben sie selten, doch wenn, dann stehen sie diesem jederzeit zur Seite, wenn sie gebraucht werden. Haben sie anderen ihre Hilfe angeboten, so kann man sich sicher sein, sie zu erhalten. Pflichtbewusst, wie sie sind, wird bei den Dhuran sehr viel Wert auf das Einhalten von Versprechen gelegt, nur ungern wird ein gegebenes Wort gebrochen und jeder von ihnen versucht es tunlichst zu vermeiden, dass es überhaupt dazu kommt.
Die Kriege, die ihr Volk in seiner Vergangenheit zu bestreiten hatten, haben die meisten von ihnen zu raffinierten Strategen gemacht. Ziehen sie in einen Krieg, so kennen diese ansonsten so ruhigen Wesen keine Gnade mehr und treten ihrem Feind mit allem entgegen, was sie zu bieten haben. Scheu kennen sie in dieser Situation nicht; dennoch bevorzugen sie Frieden.
Wer einem Schwarzelfen - oder auch einer Schwarzelfe - in einer Schlacht gegenübertritt, sollte sich davor hüten, einen Fehler zu begehen und sie zu unterschätzen. Besonders die hervorragend ausgebildeten Krieger, deren Ausbildung genau genommen nie abgeschlossen ist und nicht selten bis ins hohe Alter fortgesetzt wird, sind ernstzunehmende Gegner, doch auch die anderen sind kaum minder gefährlich.
Reizt man eine/n Dhuran, so ist es wie ein Spiel mit dem Feuer - man läuft Gefahr, dass es außer Kontrolle gerät. Obwohl sie eine gebührende Geduld besitzen, ist die Grenze derer nur zu schnell überschritten.
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