Die Wölfe
Der Waldwolf
Der Waldwolf wird in Eleidra, der verbreitetsten Elfensprache Sheathas, Shivayrâ genannt. Shivayrâ heißt soviel wie "Edler Jäger".
Wahrlich, der Waldwolf ist edel und gewandt, seine Bewegungen sind geschmeidiger als die anderer Wolfarten und in vielen Kulturen Sheathas gilt er als heilig. Er ist erhaben und aus seinen Augen spricht eine Art Weisheit.
Sein Charakter ist friedlich und er ist meist gelassener Stimmung. Nur wenn es er bedroht wird oder seine Jungen in Gefahr sind, entwickelt er eine erstaunliche Kraft und einen Ehrgeiz seinen Gegner zu Tode zu hetzen.
Soziale Organisation
Im Gegensatz zu anderen Unterarten des Wolfes lebt der Waldwolf nicht in Rudeln, sondern ist ein Einzelgänger und jagt auch alleine. Ernährung Außer zu Zeiten der Paarung treffen sich mehrere Waldwölfe ausschließlich zur gemeinsamen Jagd, wenn die Nahrung knapper wird und gesunde Tiere erbeutet werden müssen. Ansonsten jagt der Waldwolf nur verletzte oder kranke Tiere, die leichtere Beute sind als Gesunde. Somit trägt er bedeutend zum Gleichgewicht der Natur bei und ist ein äußerst wichtiges Glied der Nahrungskette. Neben der fleischlichen Nahrung frisst der Waldwolf auch Wurzeln und Pilze, was ihn zu einer äußerst widerstandsfähigen Rasse machte.
Merkmale
Sein Pelz kann farblich stark variieren, aber meistens ist er grünlich braun bis schwarz, womit er extrem gut im Dickicht getarnt ist. Die grünliche Färbung des Fells kommt dadurch zustande, dass sich kleine Flechten und Moose im Deckfell festsetzen. Dadurch hinterlässt der Waldwolf außerhalb der Paarungszeit auch keine verräterischen Duftspuren.
Im Vergleich zu den anderen Wolfsarten ist der Waldwolf auffallend schlank und zierlich. Sein buschiger Schwanz macht mehr als ein Drittel der Körperlänge aus. Sein hoher, schmaler Brustkorb und der lange Rumpf heben ihn äußerlich zusätzlich von anderen Wölfen ab. Seine Ohren sind runder und größer und seine Augen schräger angesetzt.
Lebensraum
Der Waldwolf lebt, wie sein Name schon sagt, ausschließlich in Wälder, am liebsten jedoch in dichten Urwäldern. In lichteren Wäldern und Tundren sieht man ihn kaum, denn dort lebt sein größerer, in Rudeln lebender, Verwandter der Nebelwolf, der dem Waldwolf aufgrund seiner Körpergröße und Anzahl weit überlegen ist. Die größten Vorkommen sind im Wald der Stimmen in Aglaia, in den Urwäldern von Taranis und etwas seltener in Fabula.
Mischlinge und Kreuzungen
Durch das abgeschiedene Leben inmitten der Urwälder ist die Art des Waldwolfes weitgehend rein geblieben. An manchen Stellen vermischten sich die Nachtwölfe und Waldwölfe zu den Schattenwölfen, die aber äußerst selten sind.
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Der Nebelwolf
Der Nebelwolf ist ein gefährlicher und geschickter Jäger. Er lebt in den baumlosen Tundren Sheathas in Rudeln die manchmal sogar über 50 Tiere zählen. Er ist, im Gegensatz zu den anderen Unterarten der Wölfe, recht aggressiv und toleriert keinerlei andere Raubtiere in seinem Revier. Auch seine Lebenserwartung liegt deutlich über den Durchschnittswerten. Bis auf den Waldwolf überlebt er jede andere Untergruppe.
Soziale Organisation
Die Nebelwölfe haben ein sehr ausgeprägtes Rudelverhalten. Es gibt eine feste Hierarchie innerhalb der Familien und innerhalb der Zusammenschlüsse. So ist es alleine das Vorrecht der bis zu 5 Alphapaare, sich zu paaren und Nachwuchs aufzuziehen.
Jedoch sind sie sehr sozial innerhalb ihres Rudels. Es soll sogar schon passiert sein, dass ein Alphaweibchen bei der Geburt von ihren Welpen starb und ein anderes Weibchen diese zu sich nahm.
Das Rudel gliedert sich in Familiengruppen auf und diese stellen jeweils ein Alphapaar, die gleichzeitig auch die Rudelführer sind.
Ernährung und die Jagd
Die Nebelwölfe ernähren sich ausschließlich von Fleisch und sind somit sehr von den Wanderungen der Teire im WInter abhängig. Sie wandern also immer mit den Herden des Rotwilds und der größeren Säuger und sind dabei bereit ganze Länder zu durchziehen.
Die Jagd gestaltet sich als komplexer Vorgang, den es zu entschlüsseln noch niemandem gelang. Es sammeln sich bestimmte Tiere aus dem Rudel, die nicht unbedingt zur gleichen Rangordnung oder Familie gehören müssen und kreisen die Herde ein. Nun schnüren sie diesen Ring langsam aber sicher enger und enger, bis sich die Tiere in der Lage sehen zu flüchten. Einzelne, und seien es starke Tiere, die aus der Herde heraussprengen und versuchen die Kette von Nebelwölfen zu druchbrechen, werden mit einigen gezielten Bissen geschlagen und aber nicht weiter angetastet ehe es genug Beute gibt um das gesamte Rudel zu ernähren. Dann wird der Rest der Beutetiere wieder in die Freiheit entlassen. Das Rudel wird nun mit langgezogenen Geheul zu Ort und Stelle gerufen und es wird gemäß der Hackordnung gefressen.
Merkmale
Der Nebelwolf ist der schwerste bekannte Wolf und erreicht eine beachtliche Größe. Sein Pelz ist meist dicht und schimmernd perlmuttfarben bis weiß gefärbt, jedoch gibt es bis zu einem dunklen nebelgrau jede nur denkbare Schattierung. Er besitzt somit keine natürliche Tarnung, die er jedoch auch nicht benötigt, einem Nebelwolfrudel setzt sich im Normalfall kein anderes Tier entgegen.
Seine Augen können zwischen einem goldenen Dottergelb bis zu einem dunklen kupferrot variieren und haben stets einen leicht aggressiven Blick.
Lebensraum
Der Nebelwolf lebt in allen Steppen und großen Tundren, stets auf der Spur seiner Beute, doch die größten Vorkommen sind auf der Nordinsel, in Igazil und auch in Asdis.
Etwas seltener findet man ihn in den lichten Wälder, die ein Rudel nur dann aufsucht, wenn es zu schwach ist um sich auf offener Landschaft verteidigen zu können.
Mischlinge und Kreuzungen
Dadurch, dass die Nebelwölfe ein so komplexes Rudelsystem führen, ist von weder Mischlingen noch von Kreuzungen etwas bekannt. Eine der Besonderheiten ist jedoch, dass, wenn die Nahrungsquellen versiegen, die zu schwachen oder kranken Welpen aus der Gruppe verstoßen werden und so oft in die Handaufzucht übergingen.
Zwei solche "zahmen" Handaufzuchten soll die Königin Igazils, Rahimura besitzen.
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Der Nachtwolf
Der Nachtwolf ist eine sehr seltene Spezies und sie kommt nur in bergigen Gegenden vor, wo sie nachts jagen gehen können.
Meist ist der Nachtwolf Motiv in Märchen und Sagen, wobei er immer die böse Rolle einnimmt. Das mag von seinem Aussehen her zutreffen, der Nachtwolf ist eine sehr düstere Erscheinung, aber sein wahrer Charakter ist eher scheu und er flüchtet meistens vor Kämpfen und Auseinandersetzungen.
Das ist auch der Grund warum es ihn ihn die einsamen Berggegenden verschlagen hat, wo keine andere Wolfsrasse zu überleben vermag.
Soziale Organisation
Die Nachtwölfe leben in Paaren zusammen und entwöhnen die Welpen sobald sie in der Lage sind alleine zu jagen. Das Weibchen ist dem Männchen in der Rangordnung übergeordnet, was aber nicht heißt, dass es nicht jagen braucht. Im Normalfall jagt das Paar gemeinsam.
Ernährung und die Jagd
Sie stellen sich nicht den Steinböcken und Widdern, sondern setzen auf ihre Schnelligkeit und jagen mittelgroße Nagetiere.
Wie schon erwähnt jagen Weibchen und Männchen gemeinsam und bauen auf folgende Methodik auf.
Eines der Tiere schleicht sich nachts und gegen den Wind an die ruhende Beute, meist Kaninchen oder Beuteltiere gegen den Wind an, während das andere an einem strategisch günstigen Ort in einer geduckten Haltung ausharrt. Sind beide Tiere in Position, schreckt das Erst die Tiere auf und jagt sie seinem Partner entgegen. Es werden meistens sogar mehr Tiere geschlagen als sie fressen können und so bleibt viel für Aßfresser übrig, die sich meistens auch auf die nächtliche Jagd der Wölfe eingependelt haben. Manchmal verspeissen die Waldwölfe auch Pilze und Pflanzen, was ihnen aber meistens widersagt, sind doch meistens genug Beutetiere vorhanden.
Merkmale
Der Nachtwolf ist ein recht kleiner Wolf mit einer Statur, die eher an einen Fuchs erinnert. Sein Fell ist schwarz und weich und reflektiert dadurch das es recht stumpf ist das Mondenlicht nicht.
Seine Augen sind glutrot und sind bestens für das sehen im Dunkeln geeignet. Er meidet das Tageslicht, denn es ist zu grell für seine Augen. Das trug zu seinem schlechten Ruf bei und schürte die Angst vor ihm.
Der Nachtwolf hat eine gerade Schnauze und einen vorsichtigen Blick, auch wenn dieser manchmal von innen heraus zu glühen scheint.
Lebensraum
Der Nachtwolf lebt vorallem oberhalb der borealen Nadelwäldern, in der Nähe des schwarzen Gebirges, das Igazil von den Firnlanden teilt. Aber auch dort, wo scheinbar kein Leben mehr existiert findet sich doch der ein oder andere Wolf. In solchen einsamen Bergregionen fühlt er sich wohl, dort wo ihnen kein anderer Jäger und kein anderer Wolf begegnet.
Mischlinge und Kreuzungen
Treffen ein Waldwolf und ein Nachtwolf aufeinander ist dies ein äußerst seltener Zufall, denn die beiden leben selten in den gleichen Gebieten.
Der Waldwolf ist der einzige Wolf, mit den die Nachtwölfe akzeptieren und mit denen sie sogar manchmal bereit sind Lebensgemeinschaften einzugehen. So kam es schon ein paar mal vor, dass sich das Blut eines Waldwolfs mit dem eines Nachtwolfs vermischte, woraus die Schattenwölfe entstanden. Sie zählen nicht als eignene Rasse, sondern zu den Nachtwölfen, da sie fernab der Wälder leben.
Schattenwölfe sind meist von dunkelbrauner bis dunkelgrauer Färbung und haben ein feines, weiches Fell. Sie sind meistens größer als ihre Eltern und verlassen diese schon früh um die Wälder zu verlassen und in Sümpfen zu leben. Insgesamt sind sich die wenigen Schattenwölfe sehr ähnlich, an einem Merkmal jedoch kann man sie genau erkennen. Ihre Augen sind komplett schwarz, pupillen- und irislos.
Manche Geschichten und Sagen berichten davon, dass die Schattenwölfe (daher wohl auch der Name), nicht in die Sonne gehen dürfen, weil sie sonst ihre Kraft verlören. Desweiteren heißt es in Märchen sie würden die Schatten von ihren Opfern stehlen um sie zu fressen. Tatsächlich ist nichts über ihr Jagdverhalten bekannt.
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