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Die weiße Tollkirsche
Die weiße Tollkirsche (belladonna alba) ist äußerst selten und kommt lediglich in Fabeln und Märchen häufig vor. Die Zauberfrucht soll übernatürliche Kräfte verleihen. In den Sagen wächst sie zumeist auf hohen Bergen oder unereichbaren Inseln, wo sie von Ungeheuern bewacht wird.
Da sie selbst etwas ist wie eine Sage, konnte bisher niemand genau einen Ort beschreiben, an dem sie gefunden werden kann. Es ist jedoch zu vermuten, dass sie, wie ihre schwarze Schwester, Kahlschläge, Waldränder oder Waldwege bevorzugt.
Die weiße Tollkirsche soll in etwa so hoch wie ihre schwarze Verwandte wachsen, also ca. einen bis anderhalb Schritte hoch sein. Ihre glockenförmigen Blüten jedoch, die außen braunviolett und innen gelbgrün, durchzogen von feinen violetten Adern, sind, sollen bis zu einem FIngerspann lang werden. Die Wirkung ist unerforscht, doch die Sagen wissen scheinbar, wie immer, mehr. Mal verleihen sie einem die Kraft seine Gestalt zu verwandeln, mal die Fähigkeit zu fliegen. In einigen weiteren Geschichten verleiht die weiße Tollkirsche die Unterblichkeit. |